Straßenlage:
Die breiten Reifen sind nicht nur optisch beeindruckend und vollenden das Erscheinungsbild des XK8, sie sorgen auch für einen engen Straßenkontakt. Einen Nachteil gibt es allerdings: bei Spurrillen wird vom Fahrer aktives Gegenlenken gefordert. Es ist schließlich ein Sportwagen in dem man sitzt und das Fahrwerk spricht einen deutlichen Straßenzustandsbericht. Bei Bodenwellen gibt es zudem ein leichtes Wippen der Karosse. Aber insgesamt ein vertrauenswürdiges Fahrwerk, welches nichts verschleiert und sanft ausfedert.
Handling
Ein britisches Auto ist der Jaguar immer noch - auch wenn der Autobauer Ford mit von der Partie ist - was in jedem Fall der Qualität dient. Britisch bedeutet, daß das Auto ausgefallene Extras hat - wie z.B. den in seine Ausgangsposition zurückfallenden Handbremshebel. Die Frontscheibe ist deutlich flacher als bei anderen vergleichbaren Autos, ermöglicht aber dennoch eine gute Sicht. Die lange Haube ist gut zu übersehen und auch der Blick zurück ist trotz fließendem Heck passabel. Die gut abstufbaren Bremsen stoppen das knapp über 1,5 Tonnen schwere Auto souverän ab - wenn auch gelegentlich verbunden mit einem leisen Begleitgeräusch. Die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung erlaubt auf kurvenreichen Landstraßen ein zentimetergenaues Steuern.
Karosserie:
Männer streicheln das Auto mit den Augen - verlangsamen dabei den Schritt. Der von uns getestete XK8 als Coupe ist aber auch ein ausgemacht schönes Auto. Er paßt in keine der typischen Kategorien. Von vorne ist er breit, ausladend und bullig mit dem der Tradition entliehenen Haifischmaul. Von hinten betrachtet ist Kraft und Eleganz zu spüren - fast, als hätte man den Jaguar-Geist in Form gegossen. Innen dann ein schnörkelloses, in einem Guß designtes Armaturen mit Wurzelholz und eingelassenen Rundinstrumenten. Ohne Übertreibung ein wunderschönes Auto - ganz gleich, wohin das Auge blickt. Und der stolze Besitzer (oder die Besitzerin) wird oft ums Auto streichen und dabei wohlgefällig neue Perspektiven entdecken.